Eine Vortragsreihe über den ersten Deutschen
Filmstar Henny Porten (1890-1960) mit Originaltonbandaufnahmen, Fotos
und Filmbeispielen.  |
Henny Porten  |
/.. das Filmidol unserer Großeltern.
Henny Porten, die Frau mit den wahren Goetheaugen, so beschrieb sie
einst Gerhart Hauptmann,
war auch das große Vorbild von Marlene Dietrich. Sie war der
erste Deutsche Star, den der Film herausgebracht hatte und der nicht
vom Theater kam. Ob als Rose Bernd (1919, Regie: Alfred Halm) oder
als Anna Boleyn (1920, Regie: Ernst Lubitsch), sie wurde von einem
Millionenpublikum hingebungsvoll gefeiert. |
| Zitat Henny Porten |
/.. "In fast jedem Film, den ich
gespielt habe, ist ein moralisch-ethischer Gedanke verborgen. Ihm
soll der Zuschauer im wertvollen Sinne mitgegeben werden, was seinen
Charakter in irgend einer Weise bereichert. Für mich gibt es
keine Kunst, in der man nicht das Herz schlagen fühlt."
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Die meisten ihrer Stummfilme waren Melodramen
mit gebrochenem Herzen, viele haben sich damit identifiziert.
Zitat Henny Porten:
/.. "Der Filmschauspieler soll zu vielen sprechen, von vielen
verstanden werden, von dem einfachen Bauernmädchen in irgend
einem weltverlorenen Dorf eben so, wie von dem abgehetzten, nervösen
Großstadtmenschen. Er soll tausend Herzen haben, um von tausend
Herzen begriffen zu werden."
Die Vortragsreihe wurde 2001 eröffnet mit dem Stummfilm Rose
Bernd im Gerhart Hauptmann Museum in Erkner, es folgten 2002 ein Vortrag
im Gerhart-Hauptmann-Theater in Zittau und 2003 im Schloß Paretz
ein Vortrag über Henny Porten und dem Film Luise, Königin
von Preußen. 2003 ging es im Uferpalais um den Film Kohllieselstöchter,
Henny Porten in einer Doppelrolle. 2004 folgte ein Vortrag im Kloster Hiddensee
über Henny Porten als Rose Bernd. 2006 wurde aus Anlass von Königin
Luises Geburtstag der Film Luise, Königin von Preussen im Schloß Hohenzieritz gezeigt.
2007 gab es in Berlin einen Vortrag über die Schauspielerin im Gemeinschaftshaus Gropiustadt.
Im Luisejahr 2010 folgen mit dem Film Luise, Königin von Preussen Vorführungen im Filmmuseum Potsdam,
Schöler Schlösschen in Berlin-Wilmersdorf und im Rokokosaal in Ratzeburg.
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termine
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Die Märkische-Oderzeitung schreibt:
Referentin Viola Livera stellte die Schauspielerin Henny Porten in
den Mittelpunkt ihres Vortrages zum Auftakt der Hauptmann-Tage. Die
Zuhörer im Gerhart-Hauptmann-Museum Erkner bekamen ein Hörbild
über den Star geboten. Originaltöne von Henny Porten machten
es lebendig: Berichte, Episoden, Kommentare, die diese viel später
in ihrem Wohnzimmer aufgenommen hatte. Sie erzählt von den Höhe-
und Tiefpunkten ihres Lebens.
Märkische-Oderzeitung 7.11.2001
Die Zeitung Potsdamer Neueste Nachrichten schreibt:
Im Filmmuseum ging es gleich um zwei außergewöhnliche Frauengestalten,
um Henny Porten und um die von Ihr dargestellte Königin Luise, die 1776
geboren und nur 34 Jahre alt wurde. Recht viele Interessierte waren gekommen,
um den Film „Luise, Königin von Preußen“ zu sehen. Noch heute sehnt man sich nach
Frauen mit weiblichem Charme, dem richtigen politischen Gespür und der Geduld,
die es ihr erlaubte zehn Kinder in die Welt zu setzen und das an der Seite von
Friedrich Wilhelm III. Henny Porten war das Thema so wichtig, dass sie den Film
als Produzentin eigenfinanzierte und sich mit ihm ruinierte, denn ganz am Ende,
kurz bevor Luise stirbt, hält sie eine Rede gegen den Krieg. Dieser Pazifismus war
1931 nicht angesagt, weshalb der Film aus den Kinos genommen wurde, wie wir von der
Schauspielerin Viola Livera in ihrer Einführung erfahren. So erfuhr man auch durch
Tondokumente, dass Henny Porten mit Gustav Gründgens in diesem Film zusammenarbeitete.
Was bleibt, ist neben Portens melodramatischer Verkörperung der Luise, vor allem ihre
bewundernswerte Risikobereitschaft, hinter der eine Leidenschaft zu erkennen ist, die
heutzutage ihresgleichen sucht.
Lore Bardens, 14.3.2006
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Buch- und Filmempfehlung:  |
Das Buch:
DER FILM MEINES LEBENS
Original autobiographische Schriften von Henny Porten,
herausgegeben von Jürgen Jacobsen,
Ratzeburg 2010, Mitarbeit Viola Livera
zu bestellen unter Email Jürgen Jacobsen
Der Film:
HENNY PORTEN IN RATZEBURG
eine Dokumentation von Frank Schönfelder und Viola Livera, 2010
zu bestellen unter Email Frank Schönfelder
Link zum Film
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